Heinrich von Kleist, sein zweihundertster Todestag 2011 und: die Schweiz. In die Schweiz reist Kleist, um sich einen Bauernhof zu kaufen, damit er künftig das Landleben geniessen kann. Dazu ist
es nicht gekommen – doch es kommt in der Schweiz zu einer folgenreichen Wette unter Freunden. Schafft er es, in Anlehnung an den hier entdeckten Kupferstich eine Komödie zu schreiben? Kleist, der
ewig geplagte Wahrheitssucher – und eine Komödie?
Er schafft es. Und er mischt sie gekonnt mit eben seinem Thema: Der Wahrheit. Was ist hier passiert in jener Nacht, in der ein Mann in der Kammer von Eve einen Krug zerbrochen hat? War Ruprecht
der Täter, wie Eves Mutter Marthe behauptet? Und warum gelingt es dem Dorfrichter just in diesem Prozess, zu dessen Beobachtung eigens ein Gerichtsrat angereist ist, so wenig, die
widersprüchlichen Zeugenaussagen zu moderieren?
regie: ronny jakubaschk
bühnen- und kostümbild: matthias koch
musik: johannes hofmann
dramatugie: martin wigger
adam: andrea bettini
eve: hanna eichel
walter: lorenz nufer
marthe: claudia jahn
licht: max von mühlen
ruprecht: benjamin kempf
premiere am 09.12.2011, theater basel