eingeladen zum Grenzenlos-Festival Mainz 2010
am 19.September 2010 um 11 und 16Uhr
Premiere am Theaterhaus Jena am 09. November 2010
Kinder, die sich selbst in Schutt und Asche legen, sich ins Grab hungern oder von wildgewordenen Hunden totgebissen werden. – Als der Frankfurter Arzt Dr. Heinrich Hoffmann im Jahr 1844 für
seinen dreijährigen Sohn zu Weihnachten „Der Struwwelpeter oder lustige Geschichten und drollige Bilder“ schrieb, ahnte er nicht, welchen grausigen Siegeszug in die deutschen Kinderzimmer sein
improvisiertes Geschenk bald darauf antreten würde. Noch heute, im Zeitalter pädagogischer Käfighaltung und frühkindlicher Lebensentwurfsoptimierung sind der böse Friedrich, das brennende
Paulinchen und der hungerstreikende Suppen-Kaspar Teil eines kollektiven Unbewussten. Aber das ist ja bekanntlich voller Ungeheuer. 150 Jahre nach dem legendären Weihnachtsfest brachten die
Engländer Julian Crouch und Phelim McDermott gemeinsam mit Martyn Jacques und seiner Band „The Tiger Lillies” Hoffmanns Geschichten in einer grotesk makabren Junkopera erstmals auf die
Bühne.
Regie: Ronny Jakubaschk
Bühne / Kostüme: Julia Plickat
Musikalische Leitung: Hans-Jörn Brandenburg
Musik: Joe Bauer, Philipp Haagen, Rainer Süßmilch
Premiere am 05. November 2010, Maxim Gorki Theater Berlin
Jasper Lüdermann hat es geschafft. Er ist aus dem Back Office in den Händlersaal der grossen Investmentbank in Chicago aufgestiegen, Desk 3, Futures und Optionen. Jetzt kann er zeigen, was in ihm steckt. Zwischen dreißig und vierzig muss man für die Karriere brennen. – Meike ist Übersetzerin. Sie ist ihrem Bestsellerautor nach Chicago nachgereist, der den versprochenen grossen Roman nicht abgeliefert hat und auch nicht erreichbar ist. – Henry LaMarck ist dieser Autor. Er ist in einem Hotel in Chicago untergetaucht, weil er nicht mehr schreiben kann und sich verliebt hat. In ein Foto von einem jungen Banker, der verzweifelt auf die fallenden Kurse starrt.
Drei Menschen, die sich unversehens in abenteuerlicher Abhängigkeit befinden. Lässt sich ein Ausweg finden? Eine Bank, ein Leben ist schnell ruiniert. Mit grosser Leichtigkeit erzählt «Das war ich nicht» von unruhigen Zeiten. Und bietet einen mehr als unterhaltsamen Einblick in unser aller Banken-, Wirtschafts- und Kapitalismuskrise.
Regie: Ronny Jakubaschk
Bühne und Kostüme: Matthias Koch
Premiere am 16. Dezember 2010, Theater Basel