kaimakan und pappatatschi oder piraten fluchen nicht

nach rossini "l`italiana in algeri"

von johann casimir eule & wiebke hetmanek

musikalische einrichtung askan geisler

Funny Bone, gefürchteter Piratenkapitän auf der St. Cecilia, hat ein Problem: seit über 500 Jahren liegt auf seiner Familie ein Fluch – der Fluch zum Fluchen. Dabei wäre Funny Bone gern ein Gentleman, vor allem als er an Bord unverhofft Damenbesuch bekommt: Isabella, auf der Suche nach ihrem verschollenen Geliebten, strandet just auf jenem Schiff, das ihren Lindoro als Putzsklaven gefangen hält. Mit im Schlepptau hat sie ihren Onkel Taddeo, dem die Piraten, allen voran der finster blickende Haly, nicht ganz geheuer sind. Auch Isabella muss bemerken, dass sie mit ihrer üblichen vorlauten Kaltschnäuzigkeit nicht weiter kommt – ein guter Plan muss her, um Funny Bone von seinen Heiratsabsichten abzubringen und ihre Flucht zu organisieren. Taddeo versucht es über Funny Bones schwächste Seite, seine Eitelkeit: er bittet darum, von dem „großen Helden der Seefahrt“ lernen zu dürfen und als Pirat ausgebildet zu werden. Die Eignungsprüfung zum Kaimakan – Lehrling der Piraterie – besteht Taddeo glänzend. Allerdings versagt er bereits bei seinem ersten Auftrag: er bringt es nicht fertig, Isabella bei einem romantischen Dinner an Deck mit dem Kapitän allein zu lassen und provoziert damit einen furchtbaren Wutanfall Funny Bones. Eine Chance auf Versöhnung scheint ausgeschlossen, die drei werden in Rumfässer gesperrt und sind ratlos. Da hat Lindoro eine Idee: Funny Bones größter Wunsch ist es doch, ein Gentleman zu werden. Also sollte man ihn zum Pappatatschi – Lehrling der guten Erziehung – ernennen und ihn dadurch versöhnen. Gesagt, getan. Die Aufnahmebedingung erweist sich allerdings als äußerst schwierig: Funny Bone darf nicht fluchen…

Das Autorenteam hat Gioacchino Rossinis Italienerin in Algier in bewährter Manier auf etwa 60 Minuten gekürzt, die Rezitative durch Dialoge ersetzt und das Orchester auf ein Kammerensemble reduziert. Die Handlung wurde kindgerecht bearbeitet und in die gute alte Piratenzeit verlegt, auf das Schiff St. Cecilia, wo Isabella und Lindoro für ihre Liebe und für den gegenseitigen Respekt zwischen den scheinbar unvereinbaren Welten der „lächerlichen Leichtmatrosen“ und des stolzen Piratenkapitäns kämpfen. Beim klapprigen Klabautermann!


musikalische leitung: ingo martin stadtmüller

regie: ronny jakubaschk

bühnen- und kostümbild: vera koch

 

isabella: boshana milkov 

lindoro: xiaoke hu

taddeo: marvin zobel

funny bone: maximilian hachemi

haly: hendrik schörmann

 

premiere am 20. september


fotos

mamma medea

15.&19.09.

02.&14.10.

07.11.

13.12.

 

kabale und liebe

23.&24.11.

09.12.

 

tschick

18.&27.10.

02.11.

 

blechtrommel

26.10.

09.11.

 

verwandlung

09.&19.12.

27.01.

 

johanna

19.&20.03.

11.&12.04.

23.,24.,25.,05.

03.,12.,13.,14.,18.06.

 

besuch der alten dame

23.&30.03.

03.04.

 

benennung der tiere

10.&11.05.