das vermächtnis

matthew lopez

Eric und Toby sind Mitte dreißig, gut im Geschäft und seit einigen Jahren ein Paar. Große Krisen hatten sie keine, doch das ändert sich, als sie Adam kennenlernen, der in Tobys neuem Theaterstück spielen will. Adam ist jung und begabt, scheinbar die perfekte Besetzung, doch er und Toby kommen sich während der Proben gefährlich nahe. Währenddessen bringt der deutlich ältere Walter Erics Lebensmaximen ins Wanken. Walter erzählt von der großen HIV-Pandemie der 1980er und 1990er Jahre, von den vielen Freunden, die starben, dem Kampf gegen die soziale Ächtung und die unberechenbare Krankheit. Eric begreift, dass sein sicheres und angenehmes Leben nicht selbstverständlich ist, sondern vor ihm viele mutige Menschen für Anerkennung und Gleichberechtigung gekämpft haben. Und er spürt, dass er selbst etwas tun muss, damit er, aber auch Adam, Toby und all die anderen da draußen eine Zukunft haben. 

Das Stück des US-Amerikaners Matthew Lopez ist ein Epos. Auf knapp 300 Seiten zeichnet Lopez, mehrere Jahrzehnte umfassend, die sozialen Krisen und Errungenschaften queerer Menschen in der westlichen Welt nach. Zugleich erzählt sein Stück aber auch von Verrat, von Freundschaft, von romantischer Liebe und dem Wunsch, so angenommen zu werden, wie man ist. Geschichte geschieht nicht einfach, sie wird aktiv erzeugt. So wie auch die Zukunft, die wir zwar nicht vorhersehen, aber ermöglichen können.

 

premiere am 22. april 2022 schauspiel hannover

 

regie ronny jakubaschk

bühnenbild alexandre corazzola

kostümbild anne buffetrille

musik jörg kunze

video marina stefan

dramaturgie hannes oppermann

transit

halle

22. & 23. 10.

20.11.

 

schaf

halle

02.12.

 

münchhausen

halle

08.12.