Ronny Jakubaschk setzt ‚Effi Briest‘ in eine surreale Manege – und erntet Applaus am Landestheater. Die Symbolik in Theodor Fontanes Roman nutzt der Regisseur, um die Geschichte in eine Art surreale Manege zu setzten, in der sich Effi Briests Fantasien und Albträume entfalten und in welcher zahlreiche Andeutungen und symbolhafte Handlungen ihren Platz finden. Trotz einer Dauer von etwa zweieinhalb Stunden scheint sich das Publikum bis zum Ende gut zu unterhalten. Die Eltern Effi Briests sorgen für den einen oder anderen Lacher (für den Vater ist alles, was am besten unkommentiert bleibt, ein ‚weites Feld‘), keine Szene dauert zu lange.

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Mit der Umsetzung von Prosastoffen auf der Bühne hat sich das Vorarlberger Landestheater bereits mehrmals hervorgetan. Am Freitagabend wurde nun ‚Effi Briest‘ von Theodor Fontane in der Fassung des jungen deutschen Regisseurs Ronny Jakubaschk am Kornmarkt uraufgeführt. Ein farbenreicher, durchaus inspirierender Abend.

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Den über 300 Seiten langen Text auf 150 Minuten Theater einzudampfen, ist dem Regisseur wunderbar gelungen. Es fehlt nichts, nichts hakt! Die Geschichte wird leichthin und liebevoll erzählt, ist berührend und stellenweise herrlich komisch. Ganz herausragend agiert Nadine Rosemann als Effi Briest. Sie beeindruckt mit ihrem starken, emotionalen Spiel. In der Rolle des Barons von Innstetten fasziniert Christian Heller. Gerhard Brössner und Saskia von Winterfeld gefallen sehr als Eltern von Briest, er mit großem Herz und fürsorglicher Liebe und sie mit bestechendem und bissigem Humor. Bemerkenswert die großartige Darstellung des Alonzo Gieshübler durch Luzian Hirzel. 

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Nadine Rosemann in der Titelrolle trägt das Stück. In einem absolut gelungenen, an Margritte erinnernden Setting streckt Effi, die Tochter der Luft den Kopf in die Wolken und scheitert an Prinzipien und Kleinstadtenge. Alle Achtung. Der Applaus gebührt dann vor allem dem überzeugenden Schauspiel-Ensemble, dem Text Fontanes und dem Mut Ronny Jakubaschks, dem Klassiker für die Bühne ans Leder zu rücken.

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Die knapp dreistündige Bühnenfassung konzentriert den Roman auf ein Kammerspiel – dies jedoch überzeugend und eindringlich. Luzian Hirzel als liebenswürdig stotternder Hausfreund Alonzo Gieshübler gibt eine markerschütternde Schauerballade zum Besten. Überhaupt sind es die Schauspieler, die den verhältnismässig langen Abend tragen.

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