Gabriele Tergits großer und fast 900 Seiten langer Roman "Effingers" ist jetzt als Theaterstück am Badischen Staatstheater zu sehen. Das Experiment ist mehr als gelungen [...] wie der nachdrückliche Beifall des spürbar bewegten Premierenpublikums am Ende des langen Abends bezeugte. Das zwölfköpfige Ensemble kommt mit den ehrgeizigen Anforderungen des Stückes souverän zurecht. Den beklemmenden Schluss des Geschehens, wie er im Roman angedeutet wird, mildert die Inszenierung zu einem eher nüchternen Epilog und nimmt dem Stück so ein allzu erschreckendes Ende. Aber auch ohne solche Schonung vermittelt die Aufführung ihrem Publikum eine heilsame Botschaft von Toleranz und Empathie – ganz ohne es mit dem erhobenen Zeigefinger zu belehren. Dem Karlsruher Staatstheater ist mit dieser so ehrgeizigen wie eindringlichen Produktion ein Lichtblick gelungen.
die rheinpfalz

 

Der Fokus des Romans – und der Bühnenfassung – liegt auf den Jahrzehnten vor dem Holocaust und dem Zweiten Weltkrieg, also auf der Zeit, die dem Nationalsozialismus den Boden bereitet hat. Und da lassen sich viele Bezüge zu heute finden, ohne dass die Inszenierung einer herbeigezwungenen Aktualisierung bedarf. swr2 kultur


Die Inszenierung fordert – und zwar mit über dreieinhalb Stunden Dauer auch zeitlich. Wer sich jedoch auf die "Effingers“ einlässt, wird belohnt mit einem deutschen Familienepos, das auch ein jüdisches ist. Was selbst über siebzig Jahre nach Ersterscheinen des Romans immer noch eine Besonderheit ist."Die Regie vermeidet eine Schwerpunktsetzung, setzt stattdessen auf ein eingespieltes Team, das den raschen Szenenwechsel, das komplexe Geflecht aus persönlichen Beziehungen und gesellschaftlichem Umfeld souverän meistert. Als Zuschauer folgt man dem Schicksal der aufbegehrenden Künstlertochter genauso intensiv wie der Erfolgsgeschichte des Volkswagens. Hier jemandem einzeln heraus zu greifen würde der Teamleistung nicht gerecht. nachtkritik.de

 

 

Was die inszenatorisch zurückhaltende Aufführung gut zur Geltung kommen lässt, ist das dezent-nuancierte Spiel des zehnköpfigen Ensembles. Die stärkste Wirkung entfalten monologische Inseln im Szenenfluss. So wie der Nachhall dieser Aufführung, die bewusst nicht auf Ausrufezeichen setzt. badische neueste nachrichten

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