foto stephan walzl / oldenburgisches staatstheater
Bühnen der Hauptstadt der 1930er Jahre will er in den bedeutenden Rollen der dramatischen Literatur glänzen. Während er zielstrebig seine Karriere vorantreibt, spitzen sich die politischen Verhältnisse immer mehr zu. Schließlich übernehmen die Nationalsozialisten die Macht und der eigentlich unpolitische Hendrik Höfgen wird zu einem ihrer kulturellen Repräsentanten. Frühere Wegbegleiter:innen geraten als Andersdenkende zusehends aus seinem Blickfeld. Die Figur des Mephistopheles in Johann Wolfgang von Goethes »Faust« soll zu seiner Paraderolle werden. Gerade dieser Verführer zum Bösen gewinnt angesichts der nationalsozialistischen Machtergreifung eine besondere und zwiespältige Bedeutung.
Klaus Mann veröffentlichte seinen Roman 1936 im Exil und gehörte damit zu den ersten Autor:innen, die sich mit den Zuständen innerhalb des »Dritten Reiches« auseinandersetzten. Er zeichnet das Bild eines Menschen, der für seinen persönlichen künstlerischen Erfolg bereit ist, sich kritiklos in den Dienst einer autoritären Macht zu stellen. Im Schauspieler Hendrik Höfgen sah er den Exponenten eines »zutiefst unwahren, unwirklichen Regimes«.
hendrik höfgen hagen bähr
julian florian heise
barbara bruckner / die pelz paulina hobratschk
oskar m. kroge / cäsar von muck matthias kleinert
dora martin / lotte lindenthal caroline nagel
hans miklas tobias schormann
marder / der reichsmarschall andreas spaniol
der professor / der propagandaminister darios vaysi
ottilie ulrichs franziska werner
regie ronny jakubaschk
buehnenbild marina stephan
kostüm- und maskenbild anne buffetrille 6 hanna peter
musik jörg kunze
dramaturgie reinar orthmann
licht philipp sonnhoff
Premiere am 07. März 2026, Oldenburgisches Staatstheater